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Informationsbrief 3 – Verkehrsverlagerungen in die Wohngebiete

  • Autorenbild: Initiative für Pfullingen
    Initiative für Pfullingen
  • 22. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Der Betrieb der Bahn auf der Innenstadttrasse verursacht zusätzliche Konkurrenz zum bestehenden Autoverkehr und zum Rad- und Fußverkehr. Der Straßenraum wird durch die Bahn auf der Innenstadttrasse auf großen Teilen der Ortsdurchfahrt nahezu vollständig eingenommen. Das Überholen der 75 Meter langen Züge auf der Strecke durch die Innenstadt ist nicht möglich. Während dem Bau ist die Ortsdurchfahrt abschnittsweise über einen längeren Zeitraum voll gesperrt.


Die Bahn fährt zwischen der Einmündung der Kunstmühle- und Zeilstraße bis zur Roßwagstraße vorrangberechtigt auf der Straße. Die Bahn kann an und zwischen den Haltestellen Zeilstraße, Schulstraße, Große Heerstraße und Pfullingen Süd weder vom Fahrzeugverkehr überholt werden noch kann die Bahn den Fahrzeugverkehr überholen. Steht hier der Verkehr, steht auch die Bahn und umgekehrt. Das erzeugt zusätzlichen Ausweichverkehr in andere Stadtgebiete.


Die mit dem für Pfullingen erstellten Verkehrsmodell berechneten verkehrlichen Auswirkungen der Innenstadttrasse sind im Verkehrsgutachten des Ingenieurbüros BS Ingenieure Ludwigsburg dargestellt (Ratsinformationssystem Pfullingen, Sitzung des Gemeinderats am 18.11.2025, Anlage 5 zu TOP 1). In der Prognose für das Jahr 2035 werden von den in der Innenstadt berechneten 12.700 Fahrzeugen ca. 6.800 Fahrzeuge am Tag durch die Bahn aus der Innenstadt verdrängt. Etwa 1.700 dieser Fahrzeuge fahren auf der Bundesstraße 312 an Pfullingen vorbei. Die verbleibenden ca. 5.100 Fahrzeuge verteilen sich zusätzlich zum bestehenden Verkehr auf die Stadt- und Wohngebiete links und rechts der Innenstadtrasse.


Für die Römerstraße, Seitenstraße, Friedrichstraße und Gönninger Straße werden zusätzlich 1.500 Fahrzeuge am Tag prognostiziert. Für die Uhlandstraße, die Achalmstraße und die in der Oststadt anschließenden Straßenzüge wird ein Zuwachs von ca. 3.000 Fahrzeugen am Tag prognostiziert. Die restlichen ca. 600 Fahrzeuge verteilen sich täglich auf andere Straßen in der Stadt.


Die Innenstadttrasse führt zu einem erheblichen Verkehrszuwachs in den angrenzenden Stadt- und Wohngebieten. Bei Störungen entlang der Trasse und wegen der fehlenden Überholmöglichkeiten der Bahn sind zusätzliche Verkehrsverlagerungen zu erwarten. Die Innenstadttrasse schränkt auch die Leistungsfähigkeit der Umleitungsstrecken bei Sperrungen des Ursulabergtunnels noch weiter ein. Die Konflikte der Bahn mit dem Rad- und Fußverkehr sind in einem der folgenden Infobriefe dargestellt.

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